Die Dokumentation Obersalzberg ist ein vom Insitut für zeitgeschichte, München-Berlin betreuter Lern-und Erinnerungsort zur Geschichte des Obersalzbergs und der NS-Diktatur. Wegen der Funktion und Bedeutung des Obersalzbergs als zweiter Regierungssitz des Dritten Reiches beschränkt sich die Dauerausstellung im Unterschied zud vergleichbaren Einrichtungen nicht auf die Ortsgeschichte. sondern verbindet diese mit den zentralen Erscheinungsformen des nationalsozialistischen Regimes. Sie will hohen fachlichen Ansprüchen genügen, wendet sich aber primär an den historischen Laien. Ihr Ziel ist es, den Besucher wissenschaftlich fundiert, aber allgemein verständlich über das historische Geschehen zu informieren und Anstöße zur analytischen Verarbeitung zu geben.

Kontakt

Salzbergstraße 41, 83471 Berchtesgaden
+49 8652 947960
www.obersalzberg.de

Neubau der Dokumentation Obersalzberg

Die Dokumentation ist ein absoluter Besuchermagnet der alle Erwartungen gesprengt hat. Statt der angedfachten 40.000 Besucher pro Jahr verzeichnet die Ausstellung weit über 160.000 Menschen auf einer Ausstellungsfläche von 300 Quadramtern. Mit dem stetigen Anstieg der Besucherzahlen nahmen die Platzprobleme der Dokumentation erheblich zu. Dieses unzureichende Raumangebot führte zu teilweise unzumutbaren Besichtigungs- und Arbeitsverhältnissen. Ein räumlicher Ausbau ist daher dringend erforderlich. Mit der Erweiterung der Dokumentation, so betonte der derzeitige Ministerpräsident Markus Söder, gehe es darum, der historischen Verantwortung des Freistaats Bayern gerecht zu werden und die “wissenschaftlich-didaktische Geschichtsvermittlung auf höchsten Niveau” weiterhin zu gewährleisten. Mit dem geplanten Erweiterungsausbau vervierfacht sich auch die Ausstellungsfläche. Der Neubau und damit auch die neue Ausstellung sollen nach derzeitiger Planung im Laufe des Jahres 2020 fertiggestellt werden.